Verschwörungsideologien entgegentreten!

Wir dokumentieren hier einen Aufruf für Samstag, den 17.10.:

Verschwörungsideologien entgegentreten!

Seit mehreren Monaten verzeichnen wir eine Zunahme von Verschwörungserzählungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Doch nicht nur bei Großmobilisierungen wie zuletzt am 29. August in Berlin konnten organisierte Neonazis, Reichsbürger, AfD´ler und andere Rechte unbeschwert ihre antisemitischen, antifeministischen und regressiven Weltbilder auf die Straße tragen. Auch in Hamburg scheinen sich mit Querdenken 40 politische Akteure zu etablieren, die in den letzten Monaten seit Beginn der globalen Pandemie eine gefährliche Radikalisierung durchlebt haben. Dass solche Verschwörungsideologie auch in rechten Terror münden können, zeigen uns nicht zuletzt die Attentate in Halle oder Hanau – oder zuletzt in Hamburg.

Einer Normalisierung von rechten Umtrieben werden wir nicht tatenlos zusehen und in unserem Protest dagegen organisiert und kreativ sein. Kommt mit uns am 17. Oktober 2020 auf die Straße! Lasst uns laut sein und dem geplanten „Trauerzug der Demokratie“ und der Kundgebung von Querdenken40 mit ihren antisemitischen Krisenantworten keinen Raum geben. Dazu gehört für uns auch, keine Diskussionen mit den Verschwörungstheoretiker*innen zu führen. Gespräche mit ihnen werten ihre Positionen auf und sind Teil ihrer Strategie. Darüber, ob es diese Pandemie wirklich gibt oder ob sie Teil einer weltweiten Verschwörung sein soll, kann es keine Diskussion geben.

Denn wir sagen: Die Krise ist keine Verschwörung, sie hat System! Sie heißt Kapitalismus! Sie heißt Nationalstaat! Sie heißt Rassismus! Sie vollzieht sich an den mörderischen Außengrenzen Europas: In seinem rassistisch legitimierten Lagersystemen, wie etwa in Moria und nicht in der Wohlstandsverwahrlosung der Corona-Leugner*innen. Sie vollzieht sich in einem europaweit kaputtgesparten Gesundheits- und Sozialsystem: Sie trifft dabei gesundheitlich und ökonomisch jene am schwersten, die in diesem System sowieso schon die pekärsten Arbeits- und Lebensbedingungen haben.

Nicht das Tragen von Masken und die gegenseitige Rücksichtnahme zugunsten derer, die einer Risikogruppe angehören, ist das Problem: Die gesellschaftlichen Verhältnisse sind es!

Organisiert euch in Bezugsgruppen, bringt Transpis und alles mit, was Krach macht!

Kommt zum Treffpunkt der Rechten:
12 Uhr Mönckebergstraße bei Saturn
(Um 15 Uhr soll ihre Abschlusskundgebung am Jungfernstieg stattfinden.)

Tragt aus Hygieneschutzgründen bitte unbedingt Masken – diese helfen auch, euch vor den massiven Filmaufnahmen aus dem Umfeld von Querdenken40 zu schützen.

Für aktuelle Infos checkt die Hashtags #NoNazisHH & #CoronaWatchHH bei Twitter.

Auf geht’s Antifa!

Plakat zum ausdrucken und plakatieren

 

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