I THINK IT´S TIME NOW: Der konkrete Mann

otb

07. September | 19:00 UHR | ROTE FLORA

I THINK IT´S TIME NOW: Der konkrete Mann – oder: Soll man Männer als Männer kritisieren?

Szenisches Streitgespräch über das Alltagsleben als feministisches Kampffeld

Das Private ist politisch: Eine Erkenntnis, die in den Siebzigerjahren zur Kampflosung der zweiten Frauenbewegung wurde, weil Frauen in der patriarchalen Welt weitgehend auf das Private beschränkt wurden. Auf Heim und Familie, auf Gebären und Kindererziehung, auf Emotionalität und mütterliche Vermittlerinnen-Rolle.

Die Frauenbewegung forderte daher folgerichtig: Lasst uns die gesellschaftlichen Handlungszonen für Frauen aufgesprengen und die hierarchische Trennung zwischen „öffentlich“ und „privat“ aufheben. Nicht selten reagierten Männer darauf mit hämisch-panischer Abwehr.

Andere Männer wiederum begriffen, dass die Emanzipation der Frauen auch sie von der Bürde ihres Geschlechtscharakters befreien kann, der sie auf Autorität und Aggression festschreibt. Kurzerhand schlossen sie sich der Frauenbewegung an.

Wie sieht es heute aus? Was haben die Errungenschaften der feministischen Bewegungen zum Positiven verändert, wo schnappen weiterhin alte patriarchale Rollenmuster zu – trotz oder gar wegen der Geschlechterflexibilisierung, die sich in den letzten Jahren etablieren konnte? Und vor allem: Wie sieht es damit bei uns aus, in einer Linken, die sich weitgehend als feministisch begreift?

Euch erwartet ein szenisches Streitgespräch mit Kelly und Andra, einem Barkeeper, Freya Lombardi, der Schwarzen Botin, Freiheit aus einem Männermund, outside the box und viel Bier. Im Anschluss an die Lesung: Barabend!

Eine Veranstaltung der Gruppe für den organisierten Widerspruch in Kooperation mit „Projekt revolutionäre Perspektive“ und „Outside the box“ – eine Ende 2008 in Leipzig gegründete Zeitschrift, die sich einer umfassenden Gesellschaftskritik mit feministischem Fokus verschrieben hat.

[Veranstaltung bei Facebook]

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